SoftMaker Office und FreeOffice als Vollversion unter Chrome OS nutzen [F]

Einleitung

Neben Microsoft Office, LibreOffice und OpenOffice gibt es weitere Alternativen von Office-Produkten, die nicht jeder kennt. Ein Konkurrent von Microsoft Office kommt sogar aus Deutschland: SoftMaker Office! Dieses nutze ich als zufriedener Kunde seit Jahren unter Windows, macOS, Linux und Android und man kann es auch als Vollversion unter Chrome OS nutzen!

Wichtige Hinweise

Hinweise für Einsteiger: Meine Posts enthalten meist einige Grundlagen, damit du direkt verstehen kannst, wie vorzugehen ist. Diese Grundlagen wiederhole ich teilweise in anderen Posts, damit du nicht andauernd hin und her springen musst.

Hier die Bedeutung der Kürzel hinter den Überschriften: [A]: Alle [F] Fortgeschrittene [E] Einsteiger [P] Profi

Fehlt dir dennoch etwas, lass gerne einen Kommentar dar. Die Community wird versuchen dir zu helfen! 🙂

Hinweise für Profis: Meine Posts haben meist die Form eines Eintrags einer Wissensdatenbank und sollen sich gleichermaßen für Einsteiger, Fortgeschrittene und Profis eignen. Such dir einfach das heraus, was du gerade benötigst. Du kannst auch speziell an Profis gerichtete Inhalten finden. Diese sind entsprechend mit [P] und anderen Fingerzeigen gekennzeichnet.

Hättest du gerne weitere professionelle Inhalte zu einem Thema? Ab in die Kommentare damit! 😉

Haftungsausschluss: Wie immer gilt hier auf diesem Blog die Warnung, dass du all die hier im Post genannten Änderungen an deinem System auf eigene Gefahr durchführst! Es kann theoretisch möglich sein, dass es System- oder Anwendungsfehler gibt, die zu einem Datenverlust und weiteren Problemen führen können!

SoftMaker Office Versionen [F]

Von SoftMaker Office gibt es eine Standard-Version, eine Professional-Version und eine eingeschränkte aber kostenlose Version namens FreeOffice. Weiterhin kann man die kommerziellen Varianten als Einmal-Kauf oder als Abo-Variante („NX-Versionen„) beziehen. Auf die Unterschiede möchte ich hier jedoch nicht eingehen. Die Beschreibungen in diesem Post gelten stellvertretend für alle Versionen. Besitzt du noch keine Lizenz, kannst du SoftMaker Office 30 tagelang testen oder einfach FreeOffice nutzen.

Da ich vor drei Jahren auf Chrome OS gewechselt bin, stellte sich mir die Frage, ob ich SoftMaker Office als Vollversion (NX Universal) nicht auch damit weiter nutzen kann. Die Android-Version läuft bereits seit Jahren soweit ganz gut, aber ist mir etwas zu eingeschränkt und wurde länger nicht mehr aktualisiert. Du kannst sie dir ganz normal als einzelne Bestandteile (TextMaker HD, PlanMaker HD, Presentations HD) als kostenlose Basic-Varianten oder für jeweils 5,99 € als Pro-Varianten aus dem Play Store heraus installieren.

SoftMaker Office im Linux-Modus unter Chrome OS [F]

Die Windows- und macOS-Versionen von SoftMaker Office lassen sich grundsätzlich nicht unter Chrome OS nutzen. Bleibt noch die Linux-Version. Wie verhält es sich damit?

Ich möchte dich hier nicht mit Details langweilen, daher kurz und knapp: Früher war es ohne den Linux-Modus gar nicht möglich. Dann gab es diverse Einschränkungen, Probleme und Instabilitäten. Heute läuft die Anwendung soweit ziemlich gut und stabil. Die Stabilität hat ein Niveau erreicht, das es uns erlaubt, die Installation und weitere Nutzung zu empfehlen.

SoftMaker Office herunterladen [F]

Das Installationspaket für Linux für SoftMaker Office kannst du hier finden: Link oder hier für FreeOffice. Die Webseiten sind sehr ähnlich gestaltet. Hier ein Screenshot der SoftMaker Office-Variante:

SoftMaker Office Linux herunterladen
Bild: SoftMaker

Besitzt du ein aktuelles Chrome OS-Gerät mit Intel- oder AMD-Prozessor sollte die 64-Bit-Variante für dich funktionieren. Besitzt du jedoch ein Gerät mit 32-Bit-Prozessor, solltest du natürlich die 32-Bit-Variante vorziehen. Um sicherzugehen, was auf dich zutrifft, kannst du einen Blick in die Systemeinstellungen von Chrome OS werfen:

Über Chrome OS
Bild: Eigener Screenshot des Autors

Unter „Über Chrome OS“ findest du unterhalb des großen „Google Chrome OS“ Schriftzugs Informationen zu deiner Version. In den Klammern am Ende der Versionsbezeichnung siehst du an meinem Beispiel ein „64-Bit,“ wodurch der Fall klar ist!

Da Chrome OS zum Stand April 2020 ein Debian Buster mit bringt, solltest du natürlich das entsprechende „.deb-Paket für DEB basierte Systeme auswählen. Im Screenshot siehst du unten rechts in oranger Schrift, welches Paket ich mir bspw. für mein Acer Chromebook Spin 13 und Google Pixelbook ausgewählt habe.

Wie du das Paket nun herunterlädst und wo du es ablegst, ist Geschmacksache. Ich habe mir einen speziellen Ordner nur für Downloads für Linux angelegt:

Linux Download Ordner
Bild: Eigener Screenshot des Autors

Steht dir der OrdnerLinux-Dateien“ nicht zur Verfügung, dann kannst du in diesem Post lesen, wie du den Linux-Modus von Chrome OS erst einmal aktivieren und einrichten kannst.

Wenn du es mir dann gleich tun möchtest, kannst du dort auch einen OrdnerDownloads“ anlegen oder das Debian-Paket der Downloadseite einfach woanders, aber unterhalb von „Linux-Dateien“ ablegen. Startet man nun den Download, zeigt Chrome OS entsprechende Informationen über den Fortschritt an:

Download von SoftMaker Office abgeschlossen
Bild: Eigener Screenshot des Autors

Hier die heruntergeladene Datei:

SoftMaker Office mit Doppelklick installieren
Bild: Eigener Screenshot des Autors

Die Installation starten [F]

Diese Datei kannst du nun mit einem Doppelklick öffnen und dadurch die Installation von SoftMaker Office starten:

SoftMaker Office-Installation bestätigen
Bild: Eigener Screenshot des Autors

Bist du dir sicher, dass es losgehen kann, klickst du einfach auf „Installieren“ . Dann erscheint im gleichen Fenster erst einmal eine Bestätigung:

SoftMaker Office-Installation: Fortschrittsanzeige
Bild: Eigener Screenshot des Autors

Im Informationsbereich von Chrome OS wirst du nun über den Fortschritt der Installation informiert:

SoftMaker Office-Installation: Fortschrittsanzeige 1
Bild: Eigener Screenshot des Autors

Die Dauer der Installation ist natürlich von der Leistung deines Chrome OS-Gerätes abhängig. Nach einer kurzen Wartezeit war es bei mir so, dass dieser Fortschrittsbalken „schneller hin und her gesprungen ist“:

SoftMaker Office-Installation: Fortschrittsanzeige 2
Bild: Eigener Screenshot des Autors

Schlussendlich sollte mit ein bisschen Geduld ein erfolgreicher Abschluss der Installation angezeigt werden:

SoftMaker Office-Installation: beendet
Bild: Eigener Screenshot des Autors

SoftMaker Office im System finden und starten [E]

Wie in der Anzeige zu sehen, können die Symbole von SoftMaker Office bereits im Launcher von Chrome OS zu finden sein. Ich würde dir jedoch an dieser Stelle empfehlen, einmal das System neu zu starten, um sicherzugehen, dass alles eingerichtet und initiierte wurde. Dann kannst du TextMaker 2018, PlanMaker 2018 und Presentations 2018 im Launcher finden:

Linux-Anwendungen im Launcher
Bild: Eigener Screenshot des Autors

SoftMaker Office einrichten [F]

Startest du nun z.B. TextMaker zum ersten Mal, sind ein paar Dinge einzurichten, wie z.B. das präferierte Design der Benutzeroberfläche:

SoftMaker Office starten: Design der Benutzeroberfläche auswählen
Bild: Eigener Screenshot des Autors

Anmerkung: Wie du im Screenshot sehen kannst, wird TextMaker auf Englisch dargestellt. Aber keine Angst: Ich beschreibe dir weiter unten im Post, wie du die Programmsprache und Dokumentensprache auf Deutsch umstellen kannst!

Wie du siehst, bin ich in der IT ein „Dark Mode“ – Fan, also habe ich die entsprechende Kachel per Klick markiert. Die obere Reihe beinhaltet Designs mit dem sogenannten Ribbon-Menü, dieser großen Menüleiste, die man von Microsoft Office 365 kennt. Wenn du ein Fan des alten Stils mit Menüs bist, kannst du dafür sogar eine entsprechende Option wählen: Die untere Reihe beinhaltet Designs mit einem eher klassischen und schmalerem textuellen Menü. Auch einen Touch-Modus für die Bedienung mit dem Finger auf einem berührungsempfindlichen Bildschirm gibt es. Such dir einfach das Design heraus, das dir am besten gefällt und bestätige den Dialog mit „OK“!

Als Nächstes steht die Einrichtung der Lizenz an:

SoftMaker Office Start: Lizenz auswählen
Bild: Eigener Screenshot des Autors

Besitzt du bereits einen Produktschlüssel, kannst diesen nach Klick auf „Unlock SoftMaker Office (product key required)“ in einem entsprechenden Dialog eingeben und dann bestätigen. Besitzt du keinen Produktschlüssel, dann klick einfach auf „Start free trial (limited to 30 days).“ Auf Deutsch: „Kostenlose Testversion starten (begrenzt auf 30 Tage).“ Dann wirst du darauf hingewiesen, dass sich die Version entsprechend nur für 30 Tage nutzen lässt:

SoftMaker Office starten: Info über den Testzeitraum
Bild: Eigener Screenshot des Autors

Diese Meldung kannst du mit „Continue“ bestätigen oder wenn du dir doch noch eine Lizenz kaufen möchtest, auf „Purchase and unlock“ klicken. Hier im Post geht es mit der Testversion weiter, die ja auch erst einmal nicht eingeschränkt ist:

SoftMaker Office starten: Persönliche Daten eingeben
Bild: Eigener Screenshot des Autors

In diesem Dialog kannst du, wenn du möchtest, deine persönlichen Daten eingeben, die das Programm dann in deinen Dokumenten innerhalb der Dateieigenschaften speichert. Möchtest du dies nicht oder bist du damit fertig, kannst du diesen Dialog mit einem Klick auf „Ok“ bestätigen.

Dann erscheint TextMaker endlich in voller Pracht, wie du es vielleicht von Windows her kennst:

SoftMaker Office starten: Gestartet
Bild: Eigener Screenshot des Autors

SoftMaker Office auf Deutsch einstellen [F]

Oben habe ich dir versprochen, dir zu beschreiben, wie man die Programmsprache auf Deutsch ändert. Das geht durch Klick auf „File“ , dann auf „Options“ und dort kannst du dann auf dem Reiter „Appearance“ Deutsch als Dialogsprache auswählen:

SoftMaker Office starten: Programmsprache ändern
Bild: Eigener Screenshot des Autors

Auch die Einheiten lassen sich hier weiter unten bei „Measurement“ von „U.S.“ auf „Metric“ umstellen:

SoftMaker Office starten: Programmsprache ändern
Bild: Eigener Screenshot des Autors

Hier noch mal in groß:

SoftMaker Office starten: Metrik ändern
Bild: Eigener Screenshot des Autors

Die Standardsprache deiner Dokumente kannst du auf dem Reiter „Language“ ändern:

SoftMaker Office: Dokumentensprache ändern
Bild: Eigener Screenshot des Autors

SoftMaker Office bringt je nach Version einen sogenannten „Duden Korrektor“ mit einer tollen deutschen Rechtschreibprüfung mit. Diesen „Duden Korrektor“ kannst du hier aktivieren:

SoftMaker Office starten: Duden aktivieren
Bild: Eigener Screenshot des Autors

Das Feld ist ziemlich weit unten im Screenshot zu finden und durch meine Markierung schwarz umrandet.

Wenn du nun all diese Einstellungen mit einem Klick auf die unten zu findende „OK-Schaltfläche“ bestätigst, erscheint TextMaker auf Deutsch:

SoftMaker Office starten: Deutsche Benutzeroberfläche
Bild: Eigener Screenshot des Autors

Auch PlanMaker und Presentations besitzen ab diesem Zeitpunkt eine deutsche Benutzeroberfläche.

Fazit [F]

So, dann haben wir es geschafft! Viel Spaß damit!

Eine Anmerkung zu Stabilität zum Stand Ende April 2020: Auf all meinen Chrome OS-Geräten läuft SoftMaker Office sehr stabil. Ich habe nur manchmal Probleme beim Schließen von TextMaker, wenn ich es einfach mit dem „x“ des Fensters schließe. Dann hängt es sich ab und zu auf und nur ein Neustart hilft. Schließe ich das Dokument und beende das Programm jedoch auf eine sanftere Art und Weise über die Menüs, was zu zwei weiteren Klicks führt, ist dies noch nie geschehen.

Dokument schließen:

SoftMaker Office: Dokument schließen
Bild: Eigener Screenshot des Autors

Programm beenden:

SoftMaker Office: Programm beenden

Eine letzte Anmerkung zur Geschwindigkeit von SoftMaker Office am Beispiel von TextMaker: Es startet recht fix und läuft fast immer ohne merkbare Ruckler. Aktivierst du jedoch den „Duden-Korrektor“ mit all seinen Funktionen in den Einstellungen, reagiert die Texteingabe beim Bearbeiten von Dokumenten doch manchmal recht langsam. Dafür ist der „Duden-Korrektor“ jedoch auch wirklich sehr gut und mächtig. Ohne ihn „rennt“ das Programm auch auf meinen langsameren Geräten geradezu.

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