Chrome OS Linux-Modus: Einen grafischen App-Store installieren Teil 1

Einleitung

Nachdem ich in diesem Post detailliert beschrieben habe, wie du den Linux-Modus unter Chrome OS aktivieren kannst, geht es nun hier darum einen weiteren Schritt zu machen, um dir die Installation von Anwendungen zu vereinfachen: nämlich mit grafischen „App-Stores“ .

Momentan lassen sich zwei Vertreter problemlos im Linux-Modus von Chrome OS nutzen: Gnome Software Center und KDE Discover. Die Installation und Nutzung des Gnome Software Centers beschreibe ich dir in diesem Post. Ein Post zum KDE Discover folgt. Ich möchte dir empfehlen, beide Posts zu lesen und ebenso beide Tools auszuprobieren. Dann kannst du entscheiden, welches dir besser gefällt!

Linux und dessen Anwendungen aktualisieren

Bevor du nun mit der Installation des Gnome Software Center beginnst, solltest du noch mal einen Blick in meinen Post über die Aktivierung des Linux-Modus und die ersten Schritte danach, werfen. Vor allem die Prüfung auf vorhandene Updates und deren Installation solltest du wie immer vor jeder Installation von einer neuen Anwendung durchführen. Hier noch einmal die erforderlichen Kommandos dafür:

sudo apt-get update && sudo apt-get upgrade
apt get update & upgrade
Bild: eigener Screenshot des Autors

Die Installation des Gnome Software Centers starten

Dann kann es auch schon losgehen! Mit dem folgenden Kommando kannst du das Gnome Software Center auf deinem Chrome OS-Gerät installieren:

sudo apt-get install gnome-software gnome-packagekit

Bist du dir sicher, musst du dies hier noch einmal mit „y“ bestätigen:

Installation des Gnome Software Centers
Bild: eigener Screenshot des Autors

Das Gnome Software Center im System finden und starten

Dann würde ich empfehlen, dass du dein Chrome OS-Gerät einmal neu startest. Ist dies geschehen, solltest du das Gnome Software Center ganz normal wie alle anderen Apps auf deinem System starten könnten:

Gnome Software Center starten
Bild: eigener Screenshot des Autors

Eine Anwendung im Gnome Software Center suchen

Das Gnome Software Center sieht dann wie folgt aus:

Gnome Software Center
Bild: eigener Screenshot des Autors

Möchtest du nun eine bestimmte Anwendung installieren, kannst du dich durch die Kategorien navigieren oder aber die integrierte Suchfunktion nutzen:

Gnome Software Center: Anwendung suchen
Bild: eigener Screenshot des Autors

Eine Anwendung aus dem Gnome Software Center heraus installieren

Mit einem Klick auf die im Screenshot rot markierte Fläche öffnet sich die Informationsseite der durch die Suche gefundenen Anwendung. Von dort aus kannst du die Installation der Anwendung mit einem Klick auf die „Install“ – Schaltfläche starten:

Gnome Software Center: Anwendung installieren
Bild: eigener Screenshot des Autors

In der Informationsseite der Anwendung erscheint daraufhin ein Fortschrittsbalken:

Gnome Software Center: Anwendung installieren, Fortschrittsbalken
Bild: eigener Screenshot des Autors

Je nach Anwendung und natürlich auch in Abhängigkeit von der Leistung deines Chrome OS-Gerätes, kann die Installation wenige Minuten, eine Stunde oder sogar noch länger dauern.

Starten von installierten Anwendungen

Ist die Installation der Anwendung nun abgeschlossen, kannst du diese aus der Informationsseite heraus mit der „Launch“ – Schaltfläche oder (ggf. erst nach einem Neustart) ganz normal wie jede andere App starten:

Gnome Software Center: Anwendung starten
Bild: eigener Screenshot des Autors

In diesem Beispiel von Krita erscheint ein Startbildschirm, der den Fortschritt beim Öffnen der benötigten Dateien anzeigt:

Gnome Software Center: Startende Anwendung
Bild: eigener Screenshot des Autors

Nach einer kurzen Ladezeit erscheint das Programm dann wie folgt:

Gnome Software Center: Anwendungen gestartet
Bild: eigener Screenshot des Autors

Kleiner Einschub: Krita ist ein sehr gutes Bildbearbeitung-Programm, das Paint.net – eines meiner Lieblingstools – unter Windows stark ähnelt. Ich werde es noch in einem anderen Post vorstellen. Zum Stand April 2020 läuft es auf meinem Google Pixelbook (2017) und Acer Chromebook Spin 13 mit angeschlossenem 27″ – Monitor sehr schnell und stabil. Es gibt jedoch einen kleinen Haken: Maximiere ich das Fenster, crasht Krita doch recht schnell, sobald man eine Bilddatei lädt.

Es handelt sich bei dem Linux von Chrome OS nun mal zurzeit noch um eine Beta-Version, daher kann so etwas schon mal vorkommen. Auf solche Probleme weise ich hier im Blog über Chrome OS ganz offen hin und gebe, wo immer ich kann, Tipps, wie alles möglichst gut läuft. Oft verschwinden derartige Probleme mit neuen Updates über die Zeit von ganz allein.

Update 03.05.2020: Ich konnte dieses Problem lösen, in dem ich die noch recht junge GPU-Beschleunigung des Linux-Modus deaktiviert habe. Das geht über die Flags im Chrome-Browser:

chrome://flags/#crostini-gpu-support

Ich denke, dass man Google bei Entwicklung der GPU-Beschleunigung einfach noch etwas Zeit geben muss, ehe damit alles wunderbar stabil und schnell läuft.

Zurück zum Thema Gnome Software Center: Wie hier im Post beschrieben, kannst du nun zahlreiche Anwendungen ohne Linux-Terminal und kryptische Kommandos per Klick installieren und nutzen!

Linux-Anwendungen im System finden

Fast alle Linux-Anwendungen kannst du nach der Installation über die Systemsuche oder aber über die manuelle Auswahl im Launcher finden:

Linux-Anwendungen im Launcher
Bild: eigener Screenshot des Autors

Wenn du diese „Linux-Apps“ nun aufklappst, erscheint folgende Übersicht:

Linux-Anwendungen im Launcher
Bild: eigener Screenshot des Autors

Hier geht’s zu Teil 2: Chrome OS Linux-Modus: Einen grafischen App-Store installieren Teil 2.

Viel Spaß damit! 🙂

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